In den letzten Wochen hat der SV Illschwang eine automatische Beregnungsanlage auf dem A-Platz in die Tat umgesetzt. Es ist Teil eines Gesamtprojekts zur Nachhaltigkeit und Arbeitserleichterung.
Neben der Beregnungsanlage gehört die 2024 in Betrieb genommene PV-Anlage mit Batteriespeicher auf dem Sportheimdach und die noch für heuer geplante Anschaffung von zwei Mährobotern für beide Rasenspielfelder zu diesem Projekt, worum sich Florian Roth kümmert.
Über den erfolgreichen Abschluss der Verwirklichung der Beregnungsanlage freuten sich der Leiter des neu geschaffenen Arbeitskreises für Liegenschaften Manuel Pickel – er kümmerte sich um die Gesamtorganisation der Maßnahme, der stellvertretende SVI-Vorsitzende Werner Englhard und Bürgermeister Dieter Dehling. Pickels Dank galt besonders Herbert Dürgner, er hatte seine Fachkompetenz mit großem Zeitaufwand eingebracht und allen freiwilligen Helfern. Lobende Worte fand er für die beteiligten Firmen, namentlich nannte er Geschäftsführer Max Schuler vom gleichnamigen aus der Fränkischen Schweiz stammenden Betrieb, zuständig für den fachgerechten Einbau, Helmut Werner vom Erdbauunternehmen aus Schöpfendorf und Thomas Stadelmann vom Elektrobetrieb aus Illschwang.
Manuel Pickel erläuterte die Notwendigkeit für eine Beregnungsanlage. Dem in den letzten Jahren zuständigen Platzwart Erwin Herbst stand ein Regenmobil zur Verfügung, welches immer wieder von ihm versetzt werden musste, nachdem es eine Bahn durchgelaufen war. In einer Dürrephase konnte es auch erforderlich sein, nachts auf das Sportgelände zu kommen, um den Wasserspender zu versetzen. Zusätzlich war er unterwegs, um durch häufiges Mähen für einen gepflegten Rasen zu sorgen. Pickel nutzte die Gelegenheit, Herbst für sein großes Engagement zu danken.
Der Verein entschloss sich für die Installation einer Beregnungsanlage. Dazu war zunächst ein Erdaushub erforderlich, der vom Erdbauunternehmen Werner durchgeführt wurde. Darin fanden drei Zisternen mit einem Fassungsvermögen von je 15000 Liter ihren Platz. Nächster Schritt war das wieder Zufüllen. Nun galt es entlang des Spielfeldes einen Graben für die Wasserleitungsrohre aus Kunststoff verlegen. Dafür kam eine Grabenfräse zum Einsatz. Nach der Berechnung des Fachunternehmens Schuler war es erforderlich, insgesamt 15 ausfahrbare Regner zu installieren, um eine optimale Bewässerung zu gewährleisten. Die Firma Stadelmann war für das Elektrische zuständig. Der Strom für die Beregnungsanlage kommt von der PV-Anlage auf dem Sportheimdach. In Zeiten steigender Ausgaben bei den Energiekosten ist dies ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit. Zukünftig kümmern sich, seitens des SVI, Patrick Sellner, Florian Graf und Jannik Huber um die Wartung und Betreuung.
Die Gesamtkosten liegen bei ca. 77.000 €. Der Verein erhofft sich eine Förderung von 55 Prozent durch den BLSV. Darüber hinaus ist der SVI im Gespräch mit der CSU und den Freien Wählen auch noch Mittel aus der Koalitionsinitiative zu bekommen. Manuel Pickel betonte: “ Ohne die großartige Arbeitsleistung der freiwilligen Helfer, wäre die Maßnahme nicht zu bewältigen gewesen.“ Im Zusammenhang mit der Beregnungsanlage erreichte der 1.Kommandant die FF Illschwang Julian Donath, in Gesprächen mit der Gemeinde und dem Sportverein, dass an den Zisternen eine spezielle Technik eingebaut wird, um im Falle eines Vegetationsbrandes – in der aktuell extremen Trockenperiode ein ganz wichtiger Gesichtspunkt- schnell und effektiv löschen zu können. Am Sportgelände gibt es weder fließenden Gewässer noch Weiher. Die Kosten von 3400 € werden von der Gemeinde übernommen.
Das Gesamtprojekt zur Nachhaltigkeit wurde von den Würth Vereinsheimwerkern honoriert. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt mit dem Deutschen Fußballbund. Es hatten sich heuer 1280 Vereine deutschlandweit beteiligt. Der SVI kam unter die besten 200. Dafür gibt es einen Geldbetrag von 1000 €, 10 Adidas-Fußbälle und einen Systemkoffer der Firma Würth. Pickels Dank galt allen, die beim Wettbewerb den SVI unterstützt hatten.
Bilder und Text: Norbert Weis










